Pilze sammeln auf Amrum: Arten, Fundorte und Sicherheit

Maronen im Inselwald, Steinpilze in den Dünen, Champignons auf den Weiden: welche Pilze auf Amrum wachsen, wo du sammeln darfst und was du beachten musst.

Ja, auf Amrum kannst du Pilze sammeln, und in einem feuchten Herbst sogar ziemlich erfolgreich. Der beste Ort dafür ist der Inselwald, der sich zwischen den Dünen und den Inseldörfern erstreckt. Dort wachsen unter anderem Maronen, Butterpilze, Birkenpilze und Rotkappen. Steinpilze und Pfifferlinge kommen auf Amrum vor allem in den Dünen vor, und genau dort liegt der Haken: Die Amrumer Dünen sind Naturschutzgebiet, gesammelt wird dort nicht. Wie viel du findest, hängt fast vollständig vom Wetter ab. Nach einem trockenen Sommer bleibt der Waldboden oft leer, nach einem nassen Spätsommer stehen die Pilze an manchen Tagen dicht an dicht. Auf einer Insel, auf der früher kaum jemand Pilze gegessen hat, gilt außerdem eine Regel ganz besonders: Was du nicht sicher kennst, bleibt stehen.

Pilze sammeln auf Amrum: Arten, Fundorte und Sicherheit

Welche Pilze wachsen auf Amrum?

Amrum war lange kein Pilzland. Vor der Aufforstung gab es kaum Wald, und weil viele Pilzarten nur in Lebensgemeinschaft mit bestimmten Bäumen wachsen, war auch die Pilzflora schmal. Der Amrumer Chronist Georg Quedens beschreibt, dass die Inselbewohner früher fast nur Champignons und in den jungen Kiefernpflanzungen Butterpilze sammelten. Alle anderen Pilze hießen auf Öömrang schlicht „Hünjmots", also Hundemütze, und blieben stehen.

Genauer hingeschaut haben erst Inselgäste. Um 1980 bestimmten zwei Kurgäste rund 80 Arten auf der Insel. Ab 1992 dokumentierte der Inselgast Manfred Fries über Jahre neue Funde in der „Amrum Chronik", 1996 untersuchte der Biologe Matthias Lüderitz die Pilze der Dünen. Die folgenden Arten sind für Amrum belegt und für Sammler interessant:

  • Maronen, Butterpilze, Birkenpilze und Rotkappen im Inselwald. Das sind die Pilze, mit denen Sammler auf Amrum am ehesten rechnen können.
  • Steinpilze, die auf Amrum überwiegend in den Dünen stehen und im Wald selten sind. Laut Quedens werden sie auf der Insel sehr schnell von Fliegenmaden befallen.
  • Pfifferlinge, ebenfalls fast nur in den Dünen, in Gemeinschaft mit der Kriechweide. Sie sind seit Anfang der 2000er-Jahre deutlich seltener geworden. Im Wald wurden bislang nur Falsche Pfifferlinge gefunden, die nicht zum Essen taugen.
  • Wiesenchampignon und Anis-Egerling auf Viehweiden, in der Feldmark und in den Marschwiesen. Der Anis-Egerling wird groß wie ein Essteller und ist entsprechend weit zu sehen.
  • Fliegenpilze, die auf Amrum verbreitet und giftig sind.

Wer tiefer in die Pflanzen- und Baumwelt einsteigen will, auf der diese Pilze aufbauen: Unser Beitrag zur Pflanzenwelt auf Amrum von Dünen bis Wald erklärt, wie Kiefernwald, Heide und Dünen zusammenhängen.

Infografik Pilze auf Amrum

Wo du auf Amrum Pilze findest und sammeln darfst

Der Amrumer Wald umfasst rund 200 Hektar und zieht sich als Gürtel zwischen den Dünen im Westen und der Geest mit Dörfern und Feldern im Osten entlang. Er wurde ursprünglich gepflanzt, um die Siedlungen vor Flugsand zu schützen, und besteht größtenteils aus Schwarzkiefern. Seit einigen Jahren werden gezielt heimische Laubbäume nachgepflanzt. Für Pilzsammler ist das die ergiebigste Fläche der Insel, weil hier die meisten Arten ihre Baumpartner finden.

Gute Einstiege in den Wald hast du von Süddorf, Nebel und Norddorf aus. Ein Geheimversteck verraten wir dir nicht. Wer einmal eine gute Stelle gefunden hat, wird dort oft auch in späteren Jahren wieder fündig, weil das Pilzgeflecht im Boden über Jahre bestehen bleibt. Ansonsten gilt: Wer ein paar Stunden langsam durch lichte Kiefernbestände mit Moos und Nadelstreu geht, findet mehr als jemand, der im Eiltempo die Hauptwege abläuft. Maronen und Butterpilze findest du unter Kiefern, Birkenpilze und Rotkappen eher dort, wo Laubbäume wie Birken wachsen.

Was das Betreten angeht, ist Schleswig-Holstein recht großzügig. Das Landeswaldgesetz erlaubt es, den Wald tagsüber zur naturverträglichen Erholung auch abseits der Wege zu betreten. Nachts, also von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang, gilt ein Wegegebot. Tabu sind Flächen mit Holzeinschlag und Forstkulturen, also eingezäunte oder frisch bepflanzte Bereiche. Gerade auf Amrum lohnt der zweite Blick, weil die jungen Laubholzpflanzungen empfindlich sind. Hunde dürfen nur angeleint und nur auf den Waldwegen mitgenommen werden. Wer mit Hund unterwegs ist, sucht also vom Weg aus.

Die Champignons auf den Weiden und in der Marsch sind ein Kapitel für sich. Viele dieser Flächen sind Privatland und werden landwirtschaftlich genutzt. Über Zäune zu steigen oder durch Viehkoppeln zu laufen, ist keine gute Idee. Was vom Wegrand aus erreichbar ist, bleibt die fairere Variante.

Wenn du den Wald ohnehin zu Fuß erkundest, lässt sich die Pilzsuche gut mit einer Tour verbinden. Ein paar Vorschläge findest du in unseren schönsten Wanderrouten über die Insel.

Warum die Dünen für Sammler tabu sind

Hier wird es für Steinpilz- und Pfifferlingsfreunde ein wenig bitter. Die Amrumer Steinpilze wachsen laut Quedens fast alle in den Dünentälern, und zwar auf den runden, mit Heide oder Kriechweide bewachsenen Hügeln, die noch Verbindung zum Geestboden haben. Auf reinem Dünensand und hohen Dünen stehen keine. Auffällig ist, dass sie überwiegend an den Westseiten dieser Hügel wachsen und jedes Jahr an anderer Stelle auftauchen.

Das Naturschutzgebiet Amrumer Dünen umfasst mit gut 700 Hektar fast alle Dünen der Insel, die Amrumer Odde im Norden ist ein eigenes Schutzgebiet. Für beide gilt: Du bleibst auf den Bohlenwegen und markierten Pfaden, und aus der Natur wird nichts mitgenommen. Das schließt Pilze ein. Die Dünengräser sind trittempfindlich, und in den Dünen brüten zudem große Möwenkolonien. Wie streng die Regeln in einem Brutgebiet sind, zeigt unser Beitrag über die Amrumer Odde im Norden der Insel.

Die Dünen in Wittdün liegen zwar nicht im Naturschutzgebiet, eignen sich aber nicht für Steinpilze und Pfifferlinge, weil es reiner Seesand ist. Und auch dort gilt der Dünenschutz. Wenn du also vom Bohlenweg aus einen Steinpilz in den Dünen stehen siehst: Foto machen, freuen, weitergehen.

Wann ist Pilzzeit auf Amrum?

Die Hauptsaison reicht vom Spätsommer bis in den Spätherbst. Entscheidend ist nicht der Kalender, sondern die Feuchtigkeit. Pilze brauchen Regen und danach noch ein paar milde Tage, bis die Fruchtkörper aus dem Boden kommen. Auf Amrum mit seinen sandigen Böden trocknet der Waldboden nach einer regenarmen Phase schnell aus.

Wie groß die Unterschiede sein können, zeigen zwei Jahre, die Quedens gegenübergestellt hat: 2018 fiel die Pilzsaison nach dem heißen, trockenen Sommer praktisch aus. 2019 dagegen brachte ein nasser Herbst so viele Pilze, dass Gäste und Einheimische gleichermaßen losgezogen sind.

Für deine Planung heißt das: Ein Aufenthalt im September oder Oktober ist die beste Wette, eine Garantie gibt es nicht. Was die Insel in dieser Zeit sonst noch bietet, haben wir im Beitrag über die Nordseeinsel Amrum im Herbst zusammengetragen. Ein Blick in die Niederschläge der Vorwochen sagt dir mehr über die Pilzchancen als jeder Reiseführer.

Was du rechtlich beachten musst

Außerhalb von Schutzgebieten darfst du Pilze in geringen Mengen für den eigenen Bedarf sammeln. Verkaufen ist nicht erlaubt. Eine feste Kilogrenze nennt das Bundesrecht nicht. Als grobe Orientierung gilt, nur so viel mitzunehmen, wie du am selben Tag verarbeiten kannst.

Einige Arten sind nach der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt. Für einen Teil davon gibt es eine Ausnahme, sodass du sie in geringen Mengen für dich selbst sammeln darfst. Dazu gehören Steinpilz, alle heimischen Pfifferlinge sowie Birkenpilze und Rotkappen. Die Ausnahme gilt aber nur dort, wo das Sammeln überhaupt erlaubt ist, also nicht im Naturschutzgebiet.

Beim Ernten selbst hilft ein Messer. Schneide den Pilz über dem Boden ab oder drehe ihn vorsichtig heraus und decke die Stelle wieder mit Moos oder Nadelstreu ab. So bleibt das Pilzgeflecht im Boden intakt. Alte, matschige oder madige Exemplare lässt du einfach stehen. Sie verteilen ihre Sporen weiter und sind ohnehin nicht mehr gut.

Sicherheit: Diese Regeln gelten ohne Ausnahme

Die wichtigste Regel ist so schlicht wie unbequem: Gegessen wird nur, was du zweifelsfrei bestimmt hast. Eine App, ein Foto im Forum oder ein „sieht aus wie im Buch" reicht dafür nicht.

Auf Amrum sind Knollenblätterpilze nachgewiesen. Der Gelbe Knollenblätterpilz wurde 1992 in einer Aufforstung am Nebeler Strandweg gefunden, vom Grünen und vom Weißen Knollenblätterpilz gibt es bislang nur Einzelfunde. Selten heißt aber nicht harmlos. Knollenblätterpilze, allen voran der Grüne, sind nach Schätzungen des Bundesinstituts für Risikobewertung für den weitaus größten Teil der tödlichen Pilzvergiftungen in Deutschland verantwortlich, und junge Exemplare werden immer wieder mit Champignons verwechselt. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal sind die Lamellen: Beim Champignon sind sie anfangs blassrosa und werden später dunkelbraun, beim Knollenblätterpilz bleiben sie weiß. Achte zusätzlich auf die knollige Stielbasis mit Scheide, die im Boden stecken kann. Deshalb gehört zum Bestimmen immer der ganze Pilz.

Auch der Anis-Egerling hat einen giftigen Doppelgänger, den Karbol-Egerling. Er riecht beim Anschneiden oder Reiben unangenehm nach Tinte oder Phenol und läuft vor allem an der Stielbasis leuchtend gelb an. Und die alte Faustregel, Röhrenpilze seien grundsätzlich ungiftig, taugt nichts als Sicherheitsregel. Es gibt ungenießbare und giftige Röhrlinge, und eine Faustregel ersetzt keine Bestimmung.

Für den Weg vom Wald in die Küche gilt:

  • Sammle in einen Korb oder eine luftige Stofftasche, nicht in Plastiktüten. Darin verderben Pilze schnell.
  • Trenne bekannte Speisepilze von Exemplaren, die du erst noch bestimmen lassen willst.
  • Wildpilze niemals roh essen. Brate oder koche sie ausreichend lange durch, als Richtwert gelten 15 bis 20 Minuten.
  • Verarbeite die Pilze möglichst am selben Tag und bewahre Putzreste auf, bis alle gegessen haben und es allen gut geht. Sie helfen im Ernstfall bei der Bestimmung.
  • Kinder und Hunde nicht unbeaufsichtigt Pilze anfassen oder probieren lassen.

Bei Verdacht auf eine Pilzvergiftung rufst du den Giftinformationsnotruf Nord unter 0551 19240 an, der für Schleswig-Holstein zuständig ist. Bei Atemnot, Bewusstseinsstörungen oder starkem Erbrechen gilt sofort die 112. Tückisch sind gerade die gefährlichsten Vergiftungen, weil die Beschwerden oft erst viele Stunden nach dem Essen einsetzen. Warte in diesem Fall nicht ab, ob es von selbst besser wird.

Gibt es auf Amrum einen Pilzsachverständigen?

Eine feste Pilzberatungsstelle mit geprüftem Pilzsachverständigen konnten wir auf Amrum nicht ausfindig machen. Das ist auf den kleinen Inseln nicht ungewöhnlich. Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie (DGfM) prüft und zertifiziert Pilzsachverständige und führt auf ihrer Website eine Karte, über die du Beraterinnen und Berater in deiner Nähe findest. Viele von ihnen schauen sich Funde auch nach Absprache an oder können anhand guter Fotos zumindest eine erste Einschätzung geben. Eine sichere Freigabe zum Essen ersetzt ein Foto aber nicht.

Für Fragen zu den Schutzgebieten ist das Naturzentrum Amrum des Öömrang Ferian in Norddorf der richtige Ansprechpartner, erreichbar unter 04682 / 16 35. Das Team betreut das Naturschutzgebiet Amrumer Dünen und bietet naturkundliche Führungen an. Pilzberatung gehört nicht zu seinen Aufgaben, aber wo gesammelt werden darf und wo nicht, kann man dir dort verlässlich sagen. Mehr über das Haus selbst liest du in unserem Beitrag zum Naturzentrum Amrum mit dem Pottwal-Skelett.

Unser Rat: Wenn du bisher wenig Erfahrung mit Pilzen hast, nimm dir auf Amrum zwei, drei gut unterscheidbare Arten vor, etwa Marone und Butterpilz, und lass alles andere stehen. Das schmälert die Ausbeute, aber nicht den Spaß am Suchen.

Was in den Rucksack gehört

Für einen Pilzvormittag im Amrumer Wald brauchst du nicht viel. Ein Korb, ein kleines Messer, am besten mit Bürste, und ein aktuelles Bestimmungsbuch reichen aus. Dazu kommen feste Schuhe, denn im Wald liegen Äste, Wurzeln und nach Regen auch nasses Moos. Eine Regenjacke schadet im Herbst auf der Insel nie. Was sonst noch für einen Herbsturlaub mitmuss, steht in unserer Packliste für den Amrum-Urlaub im Herbst.

Wer bei der Suche den Überblick behalten will, markiert sich den Startpunkt auf dem Handy. Der Amrumer Wald ist zwar schmal, aber zwischen gleichförmigen Kiefernreihen verliert man die Richtung schneller, als man denkt. Die Dünen im Westen und die Dörfer im Osten helfen bei der Orientierung.

Eine kleine Anekdote zum Schluss: Der Bariton Hermann Prey, der über Jahrzehnte ein Haus in Nebel hatte, war nach Quedens' Schilderung ein leidenschaftlicher Pilzsucher auf der Insel. Er soll mit leuchtenden Augen von einem dicken Steinpilz erzählt haben, der ausnahmsweise noch ohne Maden war. Auf Amrum ist so ein Fund bis heute ein kleines Ereignis.

Von hier aus bist du schnell im Wald

Weil die Pilze vor allem im Inselwald zu finden sind, lohnt sich eine Unterkunft in Süddorf oder Nebel mit kurzem Weg dorthin. Die Friesenhaushälfte „Seepferdchen" in Süddorf liegt am Waldrand, mit Garten, Kamin und eigener Sauna für die Stunden nach einem nassen Herbstvormittag. Wer mit der Familie anreist, findet ebenfalls in Süddorf die Ferienwohnung „Otto's Hues" mit großem Garten samt Spielplatz, einer Küche mit Backofen und einer Unterstellmöglichkeit für die Fahrräder. Für zwei Personen passt das kleine Ferienhäuschen „Höske" in Nebel: freistehend im historischen Ortskern, mit Terrasse und eigenem Garten, und mit dem Rad bist du in wenigen Minuten an der Nordsee.

FAQ — Häufige Fragen zum Pilzesammeln auf Amrum

Darf man auf Amrum Pilze sammeln?

Ja, außerhalb der Schutzgebiete in geringen Mengen für den eigenen Bedarf. Die beste Fläche dafür ist der Inselwald. In den Naturschutzgebieten Amrumer Dünen und Amrum-Odde ist das Sammeln nicht erlaubt.

Welche Speisepilze wachsen im Amrumer Wald?

Belegt sind unter anderem Maronen, Butterpilze, Birkenpilze und Rotkappen. Steinpilze kommen im Wald nur selten vor.

Gibt es auf Amrum Steinpilze und Pfifferlinge?

Ja, allerdings fast ausschließlich in den Dünen, und die stehen unter Naturschutz. Pfifferlinge sind dort zudem seit Anfang der 2000er-Jahre deutlich seltener geworden.

Darf ich im Wald die Wege verlassen?

In Schleswig-Holstein ja, tagsüber und zur naturverträglichen Erholung. Von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang gilt ein Wegegebot, mit Hund immer. Forstkulturen, Neupflanzungen und Holzeinschlagflächen darfst du nicht betreten.

Wann ist die beste Zeit zum Pilzesammeln auf Amrum?

Von Spätsommer bis Spätherbst, mit September und Oktober als besten Monaten. Ohne ausreichend Regen bleibt der sandige Waldboden allerdings auch dann oft leer.

Wie viele Pilze darf ich mitnehmen?

Eine feste bundesweite Kilogrenze gibt es nicht. Erlaubt sind geringe Mengen für den eigenen Bedarf, als Richtschnur gilt das, was du am selben Tag verarbeiten kannst.

Gibt es auf Amrum giftige Pilze?

Ja. Fliegenpilze sind verbreitet, und Knollenblätterpilze sind nachgewiesen, darunter Einzelfunde des tödlich giftigen Grünen Knollenblätterpilzes.

Woran erkenne ich den Unterschied zwischen Champignon und Knollenblätterpilz?

Unter anderem an den Lamellen: Beim Champignon sind sie erst rosa, später dunkelbraun, beim Knollenblätterpilz bleiben sie weiß. Wer sich nicht absolut sicher ist, lässt den Pilz stehen.

Gibt es einen Pilzsachverständigen auf Amrum?

Eine feste Pilzberatungsstelle auf der Insel ist uns nicht bekannt. Geprüfte Pilzsachverständige in der Region findest du über die Karte der Deutschen Gesellschaft für Mykologie (DGfM).

Was tue ich bei Verdacht auf eine Pilzvergiftung?

Sofort den Giftinformationsnotruf Nord unter 0551 19240 anrufen, bei schweren Symptomen die 112. Putzreste und übrig gebliebene Pilze aufbewahren, sie helfen bei der Bestimmung.

Kann ich Pilze aus den Dünen fotografieren?

Ja, solange du dafür auf den Bohlenwegen und markierten Pfaden bleibst. Abseits der Wege sind die Dünen im Naturschutzgebiet nicht zu betreten.

Kann ich Wildpilze roh essen?

Nein. Wildpilze sollten immer gut durchgegart werden, als Richtwert gelten 15 bis 20 Minuten. Roh verursachen selbst Speisepilze wie die Marone Magen-Darm-Beschwerden.

Ein Herbsttag im Wald, ein Abend in der Ferienwohnung

Pilzesammeln auf Amrum ist weniger Jagd als Spaziergang mit offenen Augen. Mal kommst du mit einem halben Korb Maronen aus dem Wald, mal nur mit nassen Schuhen und ein paar guten Fotos von Fliegenpilzen. Beides ist ein ordentlicher Herbsttag auf der Insel. Wichtig bleibt, dass die Dünen geschützt sind, im Wald Rücksicht gilt und auf dem Teller nur landet, was du sicher kennst.

Wer die Pilzzeit für einen Inselurlaub nutzen möchte, findet auf www.amrum-appartements.de Ferienwohnungen und Ferienhäuser in Wittdün, Süddorf, Nebel und Norddorf. In einer Ferienwohnung mit eigener Küche landet die Ausbeute am Abend dann direkt in der Pfanne.

Veröffentlicht vom Amrum Appartement Centrum